Das RWK Jahresprogramm 2020

Liebe Freundinnen und Freunde des Weines, liebe Mitglieder.

Wir haben ein spannendes Programm für 2020 ausgearbeitet – wir können uns auf Überraschungen gefasst machen.

09.01.2020  Geilweiler Hof – Südpfalz

Die urkundlich nachvollziehbare Geschichte des Geilweilerhofs führt uns zurück bis ins Jahr 1184. Seit 1926 ist der Geilweilerhof Sitz und Wirkungsstätte der Rebenzüchtung, heute als Julius Kühn Institut, benannt nach dem Vater der modernen Phytopathologie.
Von hier stammen Neuzüchtungen wie Optima, Calardis, Felicia, Calardis musque, Reberger  und Calandro, die wir in dieser Weinprobe kennen lernen. Besonders die trockenen Spätlesen haben es in sich. Aber auch ein noch nicht benannter Wein mit dem Arbeitstitel Gf. Ga 52-42 darf hier verkostet werden.
Die Züchtung von Reben (Edelreis- und Unterlagssorten) in Deutschland wird aufgrund der Zuchtdauer arbeitsteilig an verschiedenen staatlichen Einrichtungen durchgeführt. Am JKI züchtet das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof resistente Keltertrauben und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Pflanzenschutzmittelaufwands im Weinbau und zur Anpassung der Reben an den Klimawandel. Das Institut züchtet konventionell und nutzt dabei neueste Erkenntnisse der Genomforschung. Als Basis für die Züchtung und als Vorsorge für die Zukunft sammelt, erhält und evaluiert das Institut zudem die genetischen Ressourcen der Rebe. Damit verbunden sind nationale und internationale Aktivitäten in Gremien (u. a. der „Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV)“) und in koordinierenden Funktionen.
Notwendigkeit der Rebenzüchtung:
Im 19. Jahrhundert lösten die katastrophalen Folgen durch eingeschleppte Schaderreger aus Nordamerika intensive Bekämpfungs- und Züchtungsaktivitäten im europäischen Weinbau aus. Seither stellen Echter Mehltau (Erysiphe necator) Falscher Mehltau (Plasmopara viticola) sowie die Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae) eine ständige Bedrohung dar. Intensive Züchtungsanstrengungen in Europa führten zu Unterlagssorten mit hoher Toleranz gegen die Wurzelreblaus und damit vor rund 100 Jahren zur Rettung des europäischen Weinbaus. Die seither angewandte Pfropfung von blattreblausresistenten Edelreissorten auf wurzelreblausresistente Unterlagen ist sehr umweltverträglich – wenn auch kostenträchtig – und stellt eine nachhaltige Bekämpfungsstrategie gegen diesen bedeutenden Schädling dar. Gegen Mehltaukrankheiten halfen die Anwendung von Schwefel und Kupfer, die ebenfalls maßgeblich zum Überleben des Weinbaus beitrugen. Bis heute sind die Pflanzenschutzaufwendungen hoch und gleichermaßen umweltbelastend wie kostenintensiv. Ihre Reduktion ist konventionell-züchterisch für anfällige Sorten (‘Riesling‘, ‘Müller-Thurgau‘, ‘Burgunder‘ etc.) nicht zu erreichen, da Weinreben vegetativ (über Stecklinge) vermehrt werden. Die genetische Variation innerhalb einer Sorte ist zu gering, um auf natürlich auftretende resistente Formen zu hoffen. Einziger Ausweg mit konventionellen Verfahren ist die Kreuzungszüchtung mit der Entwicklung neuer Rebsorten. Die Verbesserung traditioneller Sorten, welche mit Hilfe gentechnischer Verfahren geschehen müsste, ist in der Gesellschaft nach wie vor nicht akzeptiert.
Durch die Probe führt uns Frau Dr. Barbara Schilling.

13.02.2020  Ômina Romana – Italien

ÔMINA ROMANA – Ein Wein erobert die Welt
Magic Wine Magic History Magic Quality
In der Antike war der Wein eine heilige Gabe an die Götter; heute ist er ein individueller Ausdruck von Kultur und Sinnlichkeit. ÔMINA ROMANA ist ein familiengeführtes Weingut, das im Jahr 2007 von der Familie Börner gegründet wurde. In der Region um Velletri, etwa 40 km südlich von Rom, inmitten der vulkanischen und grünen Hügel der Castelli Romani, die über das pyrrhenischen Meer blicken, liegt das 80 Hektar große Weingut, das sich auf die Produktion von Spitzenweinen konzentriert. Die Begeisterung der WeinWelt über die edlen Tropfen ist groß, erste Auszeichnungen bestätigen Anton und Katharina Börner, Vater und Tochter, in ihrer Arbeit und die Nachfrage der Weine ist weltweit groß. Eine klare Vision hat stets jede einzelne Entscheidung des Projektes beeinflusst: Es sollte ein neues Weingut entstehen, das durch seine Produkte höchste Qualität als Ergebnis von Wissen und Wissenschaft, Konsequenz und Leidenschaft zum Ausdruck bringt. Das Motto Mens et Manus  – Geist und Hand – sorgt für beste Qualität, einen geschätzten Spitzenwein.

12.03.2020  Georgien

Seit 8.000 Jahren wird in Georgien Wein hergestellt. Sehr viel Mühe wird den Amphoren gewidmet, in denen die Traubensäfte mit der Maische vergoren werden. Dies geschieht nicht nur mit den Rotweinen, auch Weißweine werden immer öfter einer Maischegärung unterzogen und ergeben so den “Orange-Wein”.
In Georgien gibt es über 500 autochthone Rebsorten, von denen für den kommerziellen Weinbau etwa 40 zugelassen sind. Im Jahre 2013 wurde die traditionelle Weinbereitung zum immateriellen Weltkulturerbe erhoben.
Unser Sommelier und Präsident Oliver Bernhard wird diese Probe zusammenstellen und kommentieren. Seien Sie gespannt auf eine außergewöhnliche Probe!

09.04.2020  Quinta Do Paral – Portugal

Quinta do Paral – Spitzenweine aus dem Alentejo!
Die erste dokumentierte Erwähnung des ursprünglichen Anwesens geht auf das Jahr 1929 zurück. Im Jahre 1965 kauften José Luís D’Andrade de Vasconcelos e Sousa, Graf von Palma und seine Frau Maria Teresa Lancastre de Melo de Vasconcelos e Sousa, Gräfin von Santar, das Gut und nutzten es für die Rinderzucht. Im Jahre 1982 ging der Besitz auf ihre Tochter Fátima de Melo de Vasconcelos e Sousa über.

2009 wechselte das Anwesen den Eigentümer. Die neuen Besitzer erkannten das enorme Potenzial des Terroirs und erwarben die Quinta mit dem Ziel, den Farmbetrieb zu einem einzigartigen Weingut auszubauen. Mit der Fertigstellung einer hochmodernen Kellerei schufen sie die Basis zum Ausbau von Spitzenqualitäten. Mit der Übernahme des Weinguts im Jahr 2017 erfüllte sich Dieter Morszeck einen lang ersehnten Traum und startete, nach dem Verkauf seines erfolgreichen Kofferunternehmens RIMOWA eine konsequente Qualitätsoffensive für Quinta do Paral. Die Region Alentejo, bekannt durch ihre unbeschreibliche Weite und Schönheit, hatte es ihm seit jeher angetan. Kulturinteressierten und Weinliebhabern auf der ganzen Welt diesen wunderbaren Landstrich näherzubringen, nennt er heute einen willkommenen Zufall.

Sein ganzer Stolz sind die zum Teil bis zu 40 Jahre alten Rebstöcke der autochthonen Sorten Arinto, Antão Vaz, Marselan, Perrum, Tinta Grossa, Touriga Franca, Touriga Nacional und Verdelho. Diese gedeihen neben den international bekannten Sorten Syrah, Petit Syrah, Vermentino, Viognier, Petit Verdot, Alicante Bouschet, Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc, Malbec, Aragonez und Chardonnay auf fruchtbarem Terroir, das von Ton-, Granit- und Schieferformationen geprägt ist. Die Trauben reifen unter idealen Bedingungen: Das trockene, mediterrane und im Sommer zumeist heiße Klima sowie wertvolle Wasserreserven im Hinterland bieten perfekte Voraussetzungen für große Geschmackserlebnisse. Dieter Morszeck ist sich sicher: Die Zeit, in der Portugal ausschließlich für gehaltvolle und komplexe Portweine bekannt war, ist vorbei.

14.05.2020  U Capu – Korsische Weine

Der Weinbau auf Korsika geht auf Wurzeln aus dem Altertum Korsikas zurück, als nach verschiedenen anderen Völkern die Römer die Insel besiedelten. Die erste intensivere Förderung des Weinbaus ist allerdings erst auf die Herrschaft der Genueser im Mittelalter zurückzuführen, die den Wein vor allem aus wirtschaftlichen Interessen per Gesetz anbauen ließen. Korsika bietet für den Anbau sehr gute geologische und klimatische Voraussetzungen, die man sich zunutze machte. Heute gehören korsische Weine innerhalb der französischen Weine zu den beliebten Exoten, da auf der Insel Trauben wachsen, die in Frankreich sonst nicht oder nur selten angepflanzt werden. International ist der Ruf des korsischen Weines allerdings nicht sehr gut, da vor allem billige Landweine aus den östlichen Monokulturen das Bild prägen. Der Hauptteil des Weines wird von den Einheimischen und den Touristen auf Korsika selbst getrunken.
Kevin Niang von ucapu.de wird uns die Weine seiner Heimat etwas näher bringen.

18.06.2020  Luxemburg

Der Weinbau in Luxemburg beschreibt größtenteils das Moselgebiet mit den auch für die deutsche Mosel typischen steilen Hängen und Gesteinsböden. Das Weinbaugebiet Luxemburg heißt deshalb eigentlich Luxemburger Mosel oder auch Miselerland. Allerdings findet man in Luxemburg nicht die für die deutsche Mosel typischen Schieferböden vor, sondern Muschelkalk und Keuper. Zudem weitet sich das Tal von Nord nach Süd, so dass die Landschaft beim Moseleintritt bei Schengen nur recht niedrige, abgerundete Hänge aufweist.
Im Weinanbaugebiet Luxemburg werden fast ausschließlich trockene, sortenreine Weißweine ausgebaut. Typisch für die Luxemburger Mosel ist das Nebeneinander deutscher und nordfranzösischer Rebsorten, so z. B.: Riesling, Müller-Thurgau (lokal Rivaner genannt), Elbling, Auxerrois, Pinot Gris, Pinot Blanc und Gewürztraminer. Rotweine, meist Pinot Noir, manchmal Sankt Laurent, sind eher selten. Ein nicht unerheblicher Anteil der Weißweintrauben wird zu Schaumwein oder Crémant verarbeitet. Heute bewirtschaften rund 450 Haupt- und Nebenerwerbswinzer 1300 ha Weinberge. Durch die Probe wird uns Ernst Baltruschat führen.

09.07.2020  Modernes Weinland Türkei

Schon die Griechen und Römer bauten auf dem Gebiet der heutigen Türkei Wein an.

In der Zeit des Osmanischen Reiches wurden vor allem Tafeltrauben und Wein zur Produktion von Sultaninen kultiviert, aber auch stets zur Herstellung von Trinkwein. Vor allem die griechische Bevölkerungsminderheit, in der Türkei die Römer genannt, kümmerte sich um die Weinberge und Keller. Mit der Vertreibung der meisten Christen aus Anatolien und von den Küsten des Marmarameeres und der Mittelmeeres nach Griechenland drohte die Weinbaukultur unter zu gehen.

In jüngerer Zeit bekamen die verlassenen Rebhänge wieder neue Aufmerksamkeit, denn mit den vielen Touristen, die die Türkei besuchen, kam auch eine neue Kundschaft, die sich für Wein sowie auch für idyllische Weinbaudörfer wie Sirince interessiert.

Es entstanden Weingüter im Weltmaßstab, die hervorragende Weine aus autochthonen sowie bekannten Sorten anbieten. Eine Auswahl lernen wir an diesem Abend kennen.
Durch die Probe wird uns Frau Dr. Barbara Schilling führen.

??  Weinkulturreise nach Trier

Unsere diesjährige Weinkulturreise wird uns nach Trier führen. Der Präsident Oliver Bernhard wird es sich nicht nehmen lassen, die Reise zu organisieren und für Spannung und Abwechslung zu sorgen. Wein wird ebenso wenig zu kurz kommen, wie die Kultur. Als Weinkulturstadt wird Trier sicher genau das richtige Ziel für dieses Jahr sein…
Nähere Infos folgen…

13.08.2020  Südafrika

Der Weinbau ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Südafrika. Er wird seit dem 17. Jahrhundert betrieben. In Mitteleuropa wurden südafrikanische Weine erst am Ende der 1980er Jahre populär, da Südafrika vorher wegen der Apartheidpolitik Handelsbeschränkungen unterworfen war. Südafrika produziert jährlich rund 1157 Millionen Liter Wein (Stand 2013), davon werden 517 Millionen Liter exportiert. 2013 lag Südafrika auf Rang 9 der Weinexportländer. Dies entspricht etwa 2,7 Prozent der weltweiten Weinproduktion. 3323 Traubenanbauer beliefern die 564 Kellereien, 60 Genossenschaften und 21 produzierende Großhändler (2013). Die Anbaufläche beträgt rund 100.000 Hektar. Schätzungen zufolge beschäftigt der Weinbau einschließlich Tourismus rund 275.000 Arbeitnehmer. Die Weinbaugebiete liegen im Süden des Landes, fast ausschließlich in der Provinz Westkap. Sie sind selten mehr als 50 Kilometer von der Küste entfernt. In den Küstenregionen des Westkaps profitiert der Weinbau von der kühlenden Wirkung des Benguelastroms.

Viele Weine aus Südafrika sind es wert, immer wieder verkostet zu werden. In Deutschland haben wir einen geteilten Markt, was Weine aus Südafrika betrifft. Es gibt zum einen sehr günstige Massenweine, die wir häufig auch beim Discounter im Regal finden, die jung getrunken werden müssen und es gibt sehr feine nicht mehr unbedingt top günstige Weine von kleinen Weingütern mit einem gutem Ruf, tollen Aromen und einem guten Potential auf die Zukunft. In unserer Probe wollen wir uns solchen Weinen zuwenden und wir werden spüren, wie es den Erzeugern gelingt, das spezifische des südafrikanischen Weinbaus in einer Flasche einzufangen. Dr. Hartmut Kühn wird uns durch die Probe führen.

10.09.2020  Wein- und Sektgut Bamberger – Nahe

Das Wein- und Sektgut Bamberger liegt in Meddersheim an der Nahe. Seit Generationen bewirtschaftet die Familie ausgezeichnete Steillagen: das Monzinger Frühlingsplätzchen, den Meddersheimer Altenberg und den Meddersheimer Rheingrafenberg.
Heiko Bamberger führt mit seiner Frau Ute den Betrieb, in dem Jung und Alt die 15 Hektar Rebfläche Hand in Hand bearbeiten. Die höchsten Weinberge liegen auf knapp 300 m über NN. Höhepunkt der Kollektion ist der ganz nach traditioneller Methode hergestellte Winzersekt.
Enorme Leidenschaft und perfektionistische Ambitionen stecken Bambergers in die Sektherstellung mittels traditioneller Flaschengärung. Der Sekt reift in der Flasche, liegt bis zu fünf Jahren auf der Hefe und wird gewissenhaft von Hand am Rüttelpult gedreht. 2016 meldet der Gault Millau: „An der klassisch handwerklichen Sektherstellung im Rüttelkeller kann man erkennen: Hier schlägt das Herz des Betriebs.“ Und auch der
Falstaff resümiert: „Es gibt so etwas wie eine Renaissance des Schaumweins in Deutschland. Einer, der diese mit verantwortet ist Heiko Bamberger.“
In Sachen Weinbau setzt Heiko auf die klassischen Rebsorten Riesling und Burgunder. Mit viel Sorgfalt bringt er aus den Böden des Nahetals, die von rotem Sandstein, Quarzit und Schiefer geprägt sind, Weine mit mineralischer Würze, viel Klarheit und Finesse hervor. So unterschiedlich wie das Terroir, so individuell sind auch die Weine: Im Charakter ungestüm, brav oder verspielt. Das überaus sympathische Winzerpaar wird uns durch die Probe führen.

08.10.2020  Neuseeland/Australien

Der Weinbau in Australien beschränkt sich hauptsächlich auf die südlichen Regionen Australiens, konzentriert sich also auf die Bundesstaaten Victoria, New South Wales, South Australia (z. B. Barossa Valley und Coonawarra) und einige wenige Orte in Western Australia (z. B. Swan Valley), an denen das Klima gemäßigt ist.
Das Klima zwischen dem 30. und 40. südlichen Breitengrades, wo der australische Weinbau stattfindet, zeichnet sich durch relativ milde Sommertemperaturen von rund 20 °C aus. Allerdings ist die Niederschlagsmenge zeitweilig sehr niedrig, so dass viele Weinbauern gezwungen sind, ihre Weinberge künstlich zu bewässern. Bei der Herstellung des Weines dürfen Produkte aus unterschiedlichen Anbaugebieten gemischt werden. Das australische Weingesetz schreibt jedoch vor, dass über 85 % des in einer Flasche enthaltenen Weines aus dem auf dem Etikett angegebenen Anbaugebiet kommen muss. Dieses Gesetz, dessen Einhaltung von der Wine and Brandy Corporation laufend kontrolliert wird, besteht seit 1987.
Der Weinbau in Neuseeland hat eine noch junge Geschichte, doch mit den Weinsorten Sauvignon Blanc, Pinot Noir und Chardonnay hat er sich den Platz als achtwichtigste Exportbranche des Landes gesichert. Durch die Probe führt uns Ernst Baltruschat.

12.11.2020  Spätburgunder aus verschiedenen Regionen

An diesem Abend wollen wir uns dem Spätburgunder zuwenden. Unser Sommelier und Präsident Oliver Bernhard wird verschiedene Spätburgunder aus unterschiedlichen Ländern besorgen und vorstellen. Die Unterschiede der verschiedenen Böden werden ebenso erkennbar sein, wie auch die unterschiedlichen klimatischen Zonen des jeweiligen Anbaus. Lassen Sie sich verzaubern von dieser leckeren Rebsorte.

10.12.2020  Tokai – Ungarn

Das Weinanbaugebiet Tokai liegt zum großen Teil (etwa 90 %) in Nord-Ungarn, die übrigen 10% der Süd-Slowakei. Namensgebend ist die alte ungarische Stadt Tokai. Das 87 Kilometer lange und drei bis vier Kilometer breite Tokaier Weingebiet erstreckt sich zwischen den Flüssen Theiß und Bodrog am Fuße des Tokaier Gebirges. Im Jahre 2002 wurde der ungarische Teil des Weinbaugebiets von Tokai als Kulturlandschaft in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Angebaut werden ausschließlich weiße, spät reifende Rebsorten.
– Furmint ist vermutlich eine autochthone Sorte Ungarns. Erstmals in Ungarn erwähnt wird sie 1623. Hárslevelü (Lindenblättriger) bringt ihre Duftigkeit in den Verschnitt ein.
– Gelber Muskateller
Wir werden auch drei Typen der Tokai-Cuvee kennenlernen:
– Szamorodni
– Late Harvest
– Tokai Aszú (deutsch „Tokajer Ausbruch“)
Durch die Probe führt uns Svetislav (Ceca) Madzarevic.