• Probe 31.05.2012:

    “Charta Schengen”


    Wein des Monats: Link zum Probenergebnis
    Name Riesling QbA
    Rebsorte Riesling
    Jahrgang / Ausbau 2011 / trocken
    Lage / Region Perl (Saarland) / Mosel (Saarland) / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Weingut Herber, Perl
    Vol% / RZ / RS 12,9 %  / 8,1 RZ / 7,6 S
    Preis / Punktedurchschnitt 5,80 EUR / 16,3 Pkt.

    Es gibt einen Ort im alten Europa an der Mosel, den viel Ausländer kennen:

    Ein Schifflein, geladen mit vielen Politikern, kreuzte vor dem Dorf Schengen.

    Die “Marie-Astrid”, das edle und feine Schiff, hatte lauter VIP an Bord;

    sie setzten Ihre Gespräche über liberalere Einreisen in der EU fort.

    Am 14. Juni 1985 wurde der Vertrag I zur freien Einreise geschlossen,

    und das Ereignis wurde dann mit Weinen der Regionen begossen.

    Schengen II kam dann im Jahre 1990 auf den Weg mit größerer Union.

    Ab 26. März 2006 wurde endlich Schengen III praktiziert, eine Sensation!

    So wurde auch von kreativen Winzern in einer stolzen Runde beschlossen,

    dass sie alle diese Vorteile in einem Freundschaftsbund genossen.

    Rasch konnten sie die zugelassenen Rebsorten definieren,

    damit nur die Trauben des Auxerrois und fünf andere den Keller passieren.

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    Die Mitglieder der Charta Schengen verpflichten sich, hohe Anforderungen

    und als erste internationale Wein-Charta Wünsche zu erfüllen.

    Die Maximalerträge liegen bei 60 hl pro Hektar, die „grüne Lese“,

    und die Hanglage sowie die Süd-Ausrichtung der Weinberge sind klasse.

    Modernes Flaschendesign und antikblaue Farbe zeigt Europatradition,

    denn weinrechtlich sind Frankreich, Luxemburg und Deutschland eine Nation.

    In der römischen Stadt Perl ist das Nenniger Mosaik die große Sensation;

    Perl ist die einzige saarländischen Weinbaugemeinde,

    durch die hohen Qualitäten haben die dortigen Weine sehr viele Freunde.

    Wir verkosteten das Portfolio sehr genau und präzise

    und verabschiedeten uns von der “Zwölf-Flaschen-je-Probe” als Devise:

    Der tolle Sekt aus den Grundweinen der Champagne macht viel Spaß;

    so ist er nun im Ärmel das dreizehnte Ass!

    Nun hatten wir die große Freude zu genießen zwei Weine aus Lothringen:

    Die große Vinsmoselle, eine Genossenschaft, hat viele Erfolge geschafft

    und auch in dieser Probe hat sie mit Ihren Weinen nicht geblafft.

    Wir kannten bereits seit einigen Jahren aus Nittel das Weingut Apel,

    von dort wurde ein Sauvignon Blanc angeboten – griffig, saftig und sehr nobel.

    Nittel war einst einer der größten Weinort an der Mosel,

    doch Bauwillige aus Luxemburg kauften das deutschen Moselland.

    Dies erhöhte die Gemeindesteuer, reduzierte aber regelmäßig das Rebenland.

    Denn wer will nicht wohnen in einer solchen schönen historischen Region,

    nach nur wenigen Kilometern ist man im „Ausland“ schon.

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    Der Wein des Monats stammt aus Perl, der einzigen Weinbaugemeinde des Saarlandes (Foto:

    Tourismus Zentrale Saarland GmbH)

    Regionale Spezialitäten sind gefragt und begehrt,

    wie uns bei der Weinprobe das Haus Herber demonstriert.

    Wir waren überzeugt von den tollen Weißweinen

    und bedanken uns für den gastfreundlichen Empfang, den feinen,

    den uns Herr Herber bei sich bereitete. HRS

     

  • Probe 03.05.2012:

    Mythos Scharzhofberg


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name Riesling Auslese
    Rebsorte Riesling
    Jahrgang / Ausbau 2003 / edelsüß
    Lage / Region Scharzhofberg / Wiltingen Saar / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Vereinigte Hospitien VDP Trier
    Vol% / RZ / RS 7,63 %  / 89,4 RZ / 7,1 S
    Preis / Punktedurchschnitt 21,90 EUR / 16,64 Pkt.

    Acht Winzer pflegen die Weinberge auf der 28 Hektar großen Steillage;

    alle machen es mit größter Energie und ohne Klage.

    Sie wollen im Herbst lesen den Wein mit bestem Ruf und guten Preisen –

    das ist der Scharzhofberg, um den sich die Weinkenner in aller Welt reißen.

    Der Scharzhofberg hat eine lange Tradition im Moselland,

    wegen seiner legendären Weine ist er weltbekannt.

    Die Sonne beglückt den Scharzhofberg bestens mit seiner Südlage;

    die Neigung der Parzellen reicht von 30 bis 60 Grad, das ist eine 1. Lage.

    Die Römer pflanzten die ersten Reben vor 2.000 Jahren in diesen Weinberg

    irgendwann ging der mal in kirchlichen Besitz über, und die Kirche begann ein gutes Werk.

    Das ging gut viele hundert Jahre, bis Napoleon Bonaparte sie säkularisierte.

    Bald wurden die Weinberge von privaten Händen betreut, die vieles änderten und oft neu parzellierten.

    Das Erbschaftsrecht war nicht immer sehr gerecht, doch es wurde voll verwendet;

    dadurch wurde manches Winzerschicksal radikal beendet.

    Doch auch heute hat die Kirche noch viele gute Weinlagen in ihrem Bestand –

    speziell im Mosel- und Saartal ich allerbeste Adressen fand.

    Auch hier im Scharzhofberg ist der Bischof mit 6,4 Hektar noch sehr präsent,

    aber auch die Vereinigten Hospitien haben sich nicht so richtig von 2 Hektaren getrennt.

    Der Fasskeller der des VDP-Weinguts Vereinigten Hospitien Trier

    Der Fasskeller der des VDP-Weinguts Vereinigten Hospitien Trier

    So ist der Segen des Herrn für den Scharzhofberg doppelt zugeteilt

    und wird zwangsläufig auch auf die anderen Besitzer verteilt.

    Die größte Lage besitzt Egon Müller, der wohnt sogar im Gutshaus am Berg;

    er kann sehr gut beobachten seiner Kollegen Fleiß und gutes Winzerwerk.

    Er ist ein ganz stiller und sehr prominenter Macher edelsüßer Riesling-Weine,

    man sagt, so gut kann er es nur in seinem Weingut ganz alleine.

    Er schlägt die meisten Großen Gewächse ganz locker und mit Bravour,

    Auch seine trockenen Weine sind überragend in Balance und Harmonie pur..

    Roman Niewodniczanski, ein Biermanager aus Bitburg kaufte das van Volxem Weingut

    und damit auch einen Teil Scharzhofberg und andere Lagen: Er hatte Kapital, aber auch viel Mut.

    Reichsgraf von Kesselstatt ist eine Instanz an Mosel, Ruwer und Saar;

    das Weingut stellt sich mit seiner Kollektion immer bestens dar.

    Die Lagen sind wegen ihren Qualitäten sehr gefragt und weltbekannt,

    drum wird das Weingut auch in diesem Kapitel sehr lobend genannt.

    Bereits im Jahre 1150 gab es das Weingut von Hövel in Oberemmel an der Saar,

    ein besonderes Gut, gekauft nach der Säkularisierung, in dem Napoleon schon war,

    vormals Teil des berühmten Klosters St. Maximin, gekauft von der Familie Grach,

    der Stellvertretende Trierer Bürgermeister, der Karl Marx die Worte zur Geburt sprach.

    Das Weingut Resch hat nur wenig Anteil an dem edlen Berg,

    doch wenig ist besser als nichts, drum ist man zufrieden mit seinem Werk.

    Vom kleinen aber feinen Wingert zu haben einen halben Hektar

    ist für das Familienweingut Peters in Wiltingen ganz wunderbar.

    Ein Betrieb mit langer Tradition belieferte die Saar-Hütten-Casinos und Carraciola schon,

    naturnaher Weinbau im neuen Weingut am Schlossberg hat hier eine lange Tradition.

    Lange Lagerung auf der Feinhefe und Mosterzeugung ohne Quetschung

    gehören im Weingut zur Ideologie und sichern die Qualität und die beste Produktion.

    Wer einmal durfte alle Weine von den Scharzhofberg-Winzern genießen,

    wird diese mystischen Weine niemals mehr vergessen.

    Es war kompliziert, eine solche umfangreiche und rare Kollektion zu beschaffen,

    doch noch interessanter war es, diese Weine zu verkosten und zu degustieren.

    Für seine Mühe möchten wir deshalb Ceca Madzarevic danken und ehren,

    und ihm für seine Energie ganz kräftig gratulieren.

    Wir freuen uns auf die Sonnenuhren mit Ceca, denn dann ist er wieder dran.              HRS

     

  • Probe 29.03.2012:

    Reichsgraf von Kesselstatt (Mosel – Saar – Ruwer)


    Wein des Monats: Link zum Probenergebnis

    (Bei dieser Probe waren 2 Weine punktgleich; deshalb zwei Weine des Monats

    Name Piesporter Domherr Josephshöfer Monopol
    Rebsorte Riesling Kabinett   Riesling Kabinett 
    Jahrgang / Ausbau 2009 / feinherb  2010 / feinherb
    Lage / Region Piesporter Domherr / 75% Steillage / Piesport / Mosel / Deutschland Josephshöfer 80% Steillage / Graach / Mosel / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Reichsgraf von Kesselstatt, Morscheid Reichsgraf von Kesselstatt, Morscheid
    Vol% / RZ / RS 10,0% / 29,3 / 6,5  11,0% / 20,4 / 7,7
    Preis / Punktedurchschnitt 11,70 EUR / 15,69 Pkt.  12,70 EUR / 15,69 Pkt.

     

     

    Der alte hessische General von Kesselstatt

    hatte Kirchendienst, Diplomatie und Militärdienst satt.

    Drum kaufte er ein Chateau zum Produzieren von Wein,

    doch in der Nähe oder in Trier sollte es schon sein.

    Schon 650 Jahre ist es her, als er Wein tauschte gegen das Gewehr.

    Ein guter erfolgreicher und traditioneller Tausch ist es geworden,

    denn dem Weingut verlieh man immer sehr stolze Orden.

    Auf 35 Hektar wird produziert der feinste Wein von Ruwer, Mosel und Saar;

    man stellt sich zu fast 100 % als Riesling-Weingut dar.

    In Trier findet man vis a vis der Liebfrauenkirche den tollen Stadt-Palast,

    der heute mitten in das gesellschaftliche Leben der Stadt passt.

     

    Wir genossen Weine aus des Weinguts TOP-Lagen,

    dabei probierten alle Teilnehmer ohne zu verzagen.

    Dazu gab es auch gar keinen Grund,

    denn die Probenzusammenstellung war ganz besonders rund.

    Aus Graach an der Mittelmosel gab es einen typischen Ortswein –

    besser gelungen konnte ein Einsteiger-Klassiker nicht sein.

    Von der Ruwer gab es, wie sollte es anders sein, ein Kaseler Cru,

    dann ein Wein vom Strand der Saar aus Wiltingen, der passte dazu.

    Den feinherben Domherrn aus dem schönen Piesport

    tranken die munteren Zecher sehr schnell fort.

    Auch der feinherbe Riesling aus der Josephshöhe

    fand seine Fangemeinde ohne große Mühe.

    Die elegante Sekt-Cuvée mit viel  Saarriesling

    war sehr schnell bei den Genießern ein Liebling.

    Eine große Freude bereitete der Piesporter Domherr Spätlese,

    denn hier bemerkte man die große Klasse.

    Doch kam es noch besser mit dem Großen Gewächs Goldtröpfchen,

    da bekamen einige nicht genug von dem Schöppchen.

    So wurde dann beim Rechnen sehr schnell klar:

    diese beiden Weine stellten sich am besten dar.

    Große Klasse war auch ein 2006er Kaseler Nieschen vom Ruwer-Fluss;

    dieser reife Wein war für diese Superprobe ein Superplus.

     

    Seit 1983 leitet mit Herz und Verstand Frau Annegret das Gut

    mit Sitz auf Schloss Marienlay in Morscheid, wo im Keller der Wein ruht.

    Ein solch stolzes Schloss mit einer tollen Berghang-Lage

    und historischer Ausstattung findet man auch nicht alle Tage.

    Seit 2005 gehört man zur elitären Mosel-VDP-Trupp,

    das erhöht durch die VDP-Anforderungen das Niveau der Gruppe.

    Wir danken für die tollen Geschmackserlebnisse

    und merken mal wieder ganz klar: Deutsche Weine sind große Klasse!   HRS

  • Probe 01.03.2012:

    Weine vom “heißen Berg” (Bremmer Calmont, Mosel)


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis

    (Bei dieser Probe waren 3 Weine punktgleich; erstmals gibt es deshalb gleich 3 Weine des Monats)

     

    Name Kompakter Calmont Calmont Goldkapsel Calmont Goldkapsel
    Rebsorte Riesling QbA   Riesling Auslese   Riesling Auslese 
    Jahrgang / Ausbau 2008 / trocken  2003 / feinherb  2009 / edelsüß
    Lage / Region Bremmer Calmont / Bremm / Mosel / Deutschland  Bremmer Calmont / Bremm / Mosel / Deutschland  Bremmer Calmont / Bremm / Mosel / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Weingut Reinhold Franzen, Bremm  Weingut Reinhold Franzen, Bremm  Weingut Reinhold Franzen, Bremm
    Vol% / RZ / RS 12 %  / -.- RZ / -.- S  12,5 %  / -.- RZ / -.- S  13 %  / -.- RZ / -.- S
    Preis / Punktedurchschnitt 11,50 EUR / 15,5 Pkt.  15,00 EUR / 15,5 Pkt.  17,50 EUR / 15,5 Pkt.

    Steil, schroff und imposant ragt der Calmont, Europas steilster Weinberg im Moseltal,

    zwischen den Weinbauorten Bremm und Ediger-Eller ist die Mosel sehr schmal.

    Die selten einmalige Natur- und Kulturlandschaft öffnet sich am Prallhang.

    Auf halber Höhe schlängelt sich ein abenteuerlicher Klettersteig am Berg entlang.

    Rund zwei Kilometer zieht sich die West-Ost verlaufende engste Moselschleife,

    dadurch kommt viel Sonne auf die Reben und bringt eine große Reife.

    Mit einer Höhe von 290 Metern über der Fluß

    entstehen dadurch Gewächse für einen Supergenuss.

    Der Calmont entstand im Devon vor etwa 400 Millionen Jahren.

    Bestandteile des Gesteins sind Schiefer und Grauwacke, haben die Geologen erfahren.

    Auf harte Handarbeit und viel Schweiß der Winzer kann der Berg nicht verzichten,

    die hier Bergsteiger sein müssen, um ihre Arbeit in dieser Steilstlage zu verrichten.

    Oft im Jahr müssen die „Helden“ den Hang und die steilen Treppen rauf und hinunter;

    sie klettern zum Arbeiten wie Schneiden, Düngen oder Binden hoch wie ein Wunder.

    Trauben werden auf dem Rücken den steilen Hang hinunter zum Wagen getragen,

    doch jetzt gibt es eine ideale Hilfe: die Monorackbahn mit einem Transportwagen.

    Die rattert langsam auf einer einsamen Metallschiene in die schwindelnde Höhe,

    dadurch reduziert sich bei den Heldenwinzern sehr deutlich ihre Mühe.

    Seltene Flora und Fauna hat hier einen gesunden Lebensraum gefunden.

    Der seltene Appollo-Falter fliegt hier ungestört seine Runden.

    Zahlreiche Eidechsen bevölkern die Trockenmauern der Weinbergsterrassen.

    Wir verkosteten Weine von fünf verschiedenen Weinbaubetrieben,

    und eigentlich sind alle unter den Gewinnern geblieben.

    Die Rieslinge aus der allerbesten Calmont-Lage

    gehören ins traditionelle Kulturgut Mosel, ganz ohne Frage.

    Die ältesten sicheren Anzeichen von Weinbau stammten aus dem 6. Jahrhundert,

    der heute noch besteht, auch unter diesen Bedingungen, was manche wundert.

    Die edlen Weine haben natürlich ihren Preis,

    entstanden durch die Mühen – auch um die Ökologie – und durch den Winzerschweiß.

    40 Jahre alten Rieslingsreben liefern auf dem kargen Schiefer geringe Erntemengen;

    diese sollen sehr fleißige und kreative Winzerfamilien ernähren.

    Bis zu 1.800 Stunden Handarbeit pro Hektar Steilstlage im Jahr

    erfordert wirkliche Idealisten –  nicht zu vergessen die Arbeit mit viel Gefahr.

    Die Schaffung des Calmont-Klettersteiges ist ein Meilenstein

    in der erfolgreichen Vermarktung der Mosel als Tourismus- und Weinbauregion.

    Jährlich tummeln sich Tausende anspruchsvolle Touristen

    auf den oft unterschätzten Calmont-Höhenpisten.

    Doch dies bringt den Winzern in Ediger-Eller und Bremm neue Kunden,

    die nachher froh sind, eine solch tolle Weinbauregion gefunden.

    Wir wurden mit einer Kollektion von feinsten Riesling-Weinen verwöhnt,

    und alle Geschmacksnerven hatten sich schnellstens dran gewöhnt.

    Alle Teilnehmer waren den Winzern sehr verbunden,

    denn sie hatten einfach eine ganz tolle Probe gefunden.

    Der Präsident hatte eine gute Idee mit dem Thema “Europas Steilster Weinberg”.

    So hatten wir die besten Erfahrungen, das war ein sehr gutes Werk!     HRS

  • Probe 02.02.2012:

    Weine der Bischöflichen Weingüter Trier / Jahreshauptversammlung


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name Riesling Auslese
    Rebsorte Riesling
    Jahrgang / Ausbau 2007 / edelsüß
    Lage / Region Kanzemer Altenberg / Kanzem / Saar / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Gruppe der Bischöflichen Weingüter Trier
    Vol% / RZ / RS 8,5 %  / 91,3 RZ / 7,6 S
    Preis / Punktedurchschnitt 20,60 EUR / 15,94 Pkt.

    Wir hatten uns alle sehr gefreut, den „Engel vom Bischof“ zu empfangen,

    doch leider ist uns das aus geschäftlichen Gründen nicht gelungen.

    So durfte der Präses eine tolle Probe besprechen:

    Mit den besten Lagen von Ruwer, Mosel und Saar

    stellten sich hervorragende Rieslinge aus dem „Heiligen Haus“ dar.

    Der Domwein vom Weltkulturerbe war ordentlicher Start,

    denn der Riesling aus verschiedenen Lagen präsentierte sich smart.

    Aus dem Ruwertal kam dann der Eitelsbacher Marienholz,

    der erfüllte die Weinmacher aus Trier mit sehr viel Stolz.

    Eine Ayler Kupp ist immer eine Garantie für Spitzenwein;

    auch wir erkannten sehr schnell, das muss so sein.

    Was gibt es besseres als ein Kaseler Nies’chen am frühen Abend?

    Keiner bekam eigentlich genug davon, um sich richtig zu laben.

    Die weltberühmte Lage “Apotheke” aus Trittenheim

    begeisterte alle mit ihrem trockenen Wein.

    Danach kam dann ein Hofberg, ein Falkensteiner,

    diese Konzener Lage kannte eigentlich so richtig keiner.

    Der Kaseler Kehrnagel mit 22 Hektar

    stand dann doch schon beim Bekanntheitsgrad viel besser da,

    Die feine Lage vom Wiltinger Kupp an dem kleinen Saarfluß

    mündete in einen ganz besonderen Genuss.

    Die Gemeinde Neumagen-Drohn mit einem Hofberger Gewächs

    war eine große Freude für die feinherb Fans.

    Das Kaseler Nies’chen vom Jahre Zweitausendzehn

    war den edelsüßen Liebhabern ein toller Gewinn.

    Das Finale war dann eine Auslese vom Kanzemer Altenberg,

    unter den restsüßen Saarweinen gewiss kein kleiner Zwerg.

    Er sammelte locker die meisten Punkte,

    weil es zwischen ihm und den Genießern richtig toll funkte.

    So genossen wir an diesem großen Tage

    Weine aus der Mosel besten Lage.

    Der Scharzhofberger wurde diesmal ausgesetzt,

    denn diese Lage wird im Mai mit allen Weinen komplett vernetzt.

    Das andere Brot wurde gut akzeptiert,

    wir hatten es einfach mal ausprobiert.

    Die Jahreshauptversammlung ging auch ohne Probleme vorbei.

    Gäbe es doch täglich eine solche Völlerei!

    Wir genossen mit dem Bischof ohne seinen Engel Superweine

    und denken, die waren besser als keine.  HRS

  • Probe 19.01.2012:

    Weine des VDP-Weinguts Milz aus Trittenheim (Mittelmosel)


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name Riesling 1. LageTrittenheimer Leiterchen (im Alleinbesitz des Weingutes Milz)
    Rebsorte Riesling
    Jahrgang / Ausbau 2010 / feinherb
    Lage / Region Trittenheimer Leiterchen / Trittenheim / Mittelmosel / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter  VDP-Weingut Milz Laurentiushof
    Vol% / RZ / RS  13,0 %  / 26,8 RZ / 8,1 S
    Preis / Punktedurchschnitt  15,50 EUR (0,5 l) / 16,50 Pkt.

    VDP-Güter gibt es an Mosel nicht so viele;

    diesmal ist der Trittenheimer Milz im Spiele.

    100 Jahre steht der Grosse Ring Mosel-Saar-Ruwer für Qualität und Tradition;

    wer gute Weine schätzt, kennt den Adler mit der Traube schon.

    Erste Weinlagen, klassische Rebsorten und Winzer mit Persönlichkeit

    garantieren einen spannenden Weinabend  und eine genussvolle Zeit.

    Eine Entdeckungsreise in die faszinierende Vielfalt feinster Weinkultur

    bescherte uns diese Probe mit Superweinen pur.

    Seit 1750 Jahren gilt Qualität immer noch als Basis für Erfolgswein,

    dies konnten die Tester sehr intensiv „erfahren“ und dabei sein.

    Der Ausbau der Weine erfolgt im traditionellen Eichenholz-Fuderfass,

    dies erfuhren die Liebhaber, wenn sie den Wein führten an die Nas’.

    Im Vordergrund steht die umweltschonende Bearbeitung

    im Weinberg und Keller mit freiwilliger Mengenbegrenzung.

    Der Ausbau ist streng reduktiv,

    dadurch waren die Aromen und Geschmäcker sehr intensiv.

    Das Weingut ist mit den modernsten technischen Einrichtungen ausgestattet.

    Dies wird natürlich von einem Maschinenbauer auch erwartet.

    Europaweit ist Kreyer Garant für neueste Technik im Keller,

    denn durch die Weingutserfahrung kann man reagieren viel schneller.

    Die restsüßen Weine entstehen durch Gärunterbrechung, also Stopp,

    ohne Zusatz von Süßreserve – diese Technik ist top,

    Die Erntemenge ist auf einen Ertrag von maximal 50 hl pro ha beschränkt.

    So wird das Augenmerk auf beste Qualität gelenkt.

    Die Lagen sind alle Trittenheims erste Wahl,

    die Trauben werden dort selektiv von Hand geerntet.

    Die Weine werden während der Abfüllung durch eine Kommission probiert,

    die dadurch zuverlässig eine allererste Güte garantiert.

    Trockene ERSTE-LAGE-Weine werden “Grosses Gewäch” genannt;

    sie sind dadurch als allerbeste Kreszenzen bekannt.

    Wir hatten fast nur eine edle Rieslingskollektion,

    allerdings gab es auch einen Weißburgunder als kleine Sensation.

    Das Weingut Milz konnte gut überzeugen, und wir wollten es nicht missen,

    wir genossen einen Erste-Klasse-Abend mit vielen Genüssen.

    Wir danken Heinz-Theo Honnef für seinen guten Job;

    alle sagten nachher, er war mal wieder top.

    Das Weingut bleibt uns in guter Erinnerung,

    war es doch eine weitere moselländische Klasse-Erfahrung.     HRS

     

    Zum Thema “VDP-Klassifizierung” hier die aktuelle Beschlusslage der VDP-Mitglieder: VDP-Klassifizierung

  • Neujahrsempfang und Probe 05.01.2012:

     Sekte der SMW (Saar-Mosel-Winzersekt) Trier


    Sekt des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name SMW Reserve (Sonderabfüllung Rheinischer Weinkonvent)
    Rebsorte Riesling
    Jahrgang / Ausbau 1987 / trocken, 20 Jahre Hefereife, handgerüttelt, degorchiert 12/2007
    Lage / Region  Mosel
    Erzeuger / Anbieter smw (saar mosel winzersekt)
    Vol% / RZ / RS 12 %  / 22 RZ / 9,5 S
    Preis / Punktedurchschnitt  -.- / 16,88 Pkt.

    1. Akt: Besichtigung der Klosterkirche St. Andreas

    Selbst das Sturmtief “Andrea” konnte noch so toben:

    Der traditionelle Neujahrsempfang wurde trotzdem nicht verschoben.

    Die namensgleicheSt. Andreas-Klosterkirche war Beginn der Tour.

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    Eindrucksvoll und romanisch-stilistisch sauber stellte sie sich vor.

    Die traditionelle Krippe war altmodisch und daher für Köln nicht rar,

    doch die Kölsche Brauerkrippe stellte sich völlig neu dekoriert dar –

    etwas ganz besonders Eindrucksvolles in diesem Jahr.

    Der Rundgang in der Kirche mit ihrem wertvollen Inventar

    stellte für viele Teilnehmer eine Premiere dar.

    Reliquien jeder Art wurden sehr geschätzt und bewundert

    und haben zur weiteren Erkundung der Kirche ermuntert.

    Historische Altarbilder wie die Madonna im Mantel im alten Stil

    bedeuteten den frommen Dominikanern sehr viel.

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    So kamen wir auch zum Makkabäer-Schrein,

    der war besonders eindrucksvoll – auch ohne Wein.

    Die neuen Fenster sind ein künstlerischer Hochgenuss;

    danach gingen wir in die Krypta zum Grab vom Albertus Magnus.

    Der Eindruck an diesem heiligen und stillen Ort

    setzte die Begeisterung der Besucher weiter fort.


    2. Akt: Besuch im Weinhaus Vogel am Eigenstein

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    Danach ging’s auf den Eigelstein ins Weinhaus Vogel zum berühmten Hopfenblut.

    Damit tranken wir uns an für die tolle Sektprobe neuen Mut.


    3. Akt: Sektprobe

    Im Regenguss auf leichtem Fuß rannten wir zu unserem Quartier;

    klar war uns schon: hier gab es kein spezielles Würzburger Bier.

    Champagne-artige Sekte und Cremants von der Mosel aus Trier

    erwarteten uns für den restlichen Abend hier.

    Ulla hatte mit ruhiger Hand ein tolles Buffet für uns geschmückt,

    das wegen seiner Spezialitäten besonders entzückt:

    Kartoffelbrot aus dem Siegerland und Klosterschinken, delikat serviert,

    wurde mit einer italienischen Weißbrotart garniert.

    So wurde der Magen für die anspruchsvolle Sektprobe gut präpariert.

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    Der Reigen begann mit einem Cremant vom Jahr Zweitausendneun,

    dies konnte als Eröffnung des Sektparcours nicht besser sein.

    Eingestimmt auf gute Sekte war der Riesling Nummer zwei

    gleich bei den jüngeren Cremants ganz vorne dabei.

    Cremant der Mosel ist seit 1998 ein elitäres europäisches Produkt,

    dagegen angehen hatte die Champagne-Liga lange gejuckt.

    Doch ohne Erfolg, denn auch die Nummer 3 als Elbling war vorne dabei.

    An dieser Stelle der Probe: Die Nummer eins war der Weißburgunder;

    er wurde jedoch schnell vertrieben vom 91er Elbling, das war kein Wunder.

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    Der kam schon zum Kreis der TOP-Favoriten und hielt sich da konstant.

    Beim Riesling von 1990 hatte der Kellermeister eine weniger gute Hand;

    doch die Zeit, als 1989 das Brandenburger Tor keine Mauer mehr “ziert”,

    hatte ihn sehr stark bewegt und zu einem sehr exklusiven Sekt motiviert.

    So etwas zu finden in deutschen Land nach dieser Zeit

    wird niemandem gelingen im Osten und Westen 2012 zu jeder Zeit !!!

    Danach wurde es sehr speziell und schwierig, und die Frage stellte man,

    sollen wir den Sekt bunkern und vererben an wen?

    Das berühmte Riesling-Petroleum war überhaupt nicht dominant;

    warum ist es aber bei alten Rieslingen so bekannt ?

    Fragen über Fragen entstanden bei den beiden letzten Sekten,

    die alle aus bekannten Gründen unsere Interessen weckten.

    Die Punktung zeigt den Sinn der Arbeit der SMW:

    Mit der extrem langen Hefelagerung tut man keinem Riesling weh

    (jedoch gelegentlich und eventuell dem Portemonnaie).

    Doch gibt es immer wieder Gründe und Gelegenheiten,

    seine Großzügigkeit und Spendierfreudigkeit zu zeigen.

    Dann braucht man außrgewöhnliche Tropfen mit Charakter & Charme.

    Daran waren alle unsere Sekte wirklich nicht arm!

    Ein Bravo kam aus aller (fast 30) Munde,

    denn die genossen den Sekt zum Neujahrsempfang in harmonischer Runde.

    Zum Schluss ein Wort des Dankes an alle engagierten Persönlichkeiten:

    Lassen auch Sie sich gelegentlich eine schöne Sektprobe von der SMW bereiten!

    Adolph Schmitt hat aus der SMW-Kellerei eine Superleistung präsentiert

    und die SMW in Trier bei uns bestens eingeführt.


    Zwischenspiel: Aktuelle Informationen zum Weinrecht

    Im Bericht des Ehrenmitglieds Martin Kühn über das aktuelle Weinrecht

    erstaunten sich viele Teilnehmer auch nicht schlecht.

    Die Zukunft gilt jetzt deutlicher als je zuvor der Lage und der Herkunft,

    so hat vielleicht der deutsche Top-Wein eine noch bessere Zukunft.

    Die Ausstattung der Etiketten ist klar und prägnant,

    so werden Ross & Reiter ganz deutlich ge- und benannt.

    Wir erfuhren viele Dinge, die uns nun wieder überraschen.

    Sind nun die unklaren Zeiten etwa vorbei, die laschen?

    Aber auch die Hintertürchen wurden uns nicht vorenthalten,

    so wissen wir aber etwas mehr, um künftige Proben optimal zu gestalten.

    Mehr zum Thema: www.mulewf.rlp.de/weinbau/weinbezeichnungsrecht


    Ein schöner langer Abend nahm ein tollen Verlauf.

    Einen herzlichen Dank an alle fleißigen Hände! Wir sind stolz darauf!

    Ein gutes Jahr 2012 soll der Lohn dafür sein.

    Mit einem ehrlichen “Prosit!” stimmen wir uns ein.    HRS

     

     

  • Probe 01.12.2011:

     Spätburgunder aus Genossenschaften vom Kaiserstuhl (Baden-Station VIII)


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name  Spätburgunder Auslese
    Rebsorte  Spätburgunder
    Jahrgang / Ausbau  2007 / trocken
    Lage / Region  HochbergKaiserstuhl / Baden / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter  Winzergenossenschaft Jechtingen
    Vol% / RZ / RS  14,5%  / 2,8 RZ / 4,7 S
    Preis / Punktedurchschnitt  10,25 EUR (0,5 l) / 16,05 Pkt.

    Der Kaiserstuhl ist ein Erlebnis ganz eigener Art.

    Hier sind wilden Landschaften und tolle Weine gepaart.

    Er liegt ganz weit im Weinland Badens Westen;

    an sagt, die Rotweine von hier wären die Besten.

    Das wollten wir mit einer qualifizierten Degustation erfahren,

    eshalb ist der Präses zweimal in die Region gefahren.

    Der Kaiserstuhl ist vulkanischen Ursprungs und ohne Frage

    Deutschlands sonnenreichste Rebengebirgslage.

    Die 18 Genossenschaften haben ganz unterschiedliche Angebote:

    sehr viele Weißweine und ganz ordentliche Rote.

    Doch die alle zu verkosten war ein Problem –

    zeitraubend, jedoch nicht so ganz unangenehm.

    Los ging’s in Ihringen ganz im Süden,

    doch hier waren wir nicht so richtig zufrieden.

    Burkheim war unser nächstes Ziel,

    wo uns der Nachtwächterwein fast am besten gefiel.

    In Königsschaffhausen mit seinem noblen Wein

    wussten wir nicht, wer wird der Richtige sein.

    Weiter ging’s in das kleinere Leiselheim mit viel Gefühl,

    denn hier wird alles beherrscht vom riesigen Gestühl.

    In schönen Endingen war dann fast alles geschlossen;

    so haben wir dann bei einem Privatkeller die Weine genossen,

    denn hier wurde die Hast der Zeit in sichere Grenzen reduziert,

    und wir fühlten uns deswegen nicht ruiniert.

    Wir konnten uns der Stimmung der Landschaft am Abend nicht entziehen

    und verbrachten schöne Stunden im “Hecht” von Bötzingen.

    Am nächsten Tag war Jechtingen dran,

    standen sie doch ganz oben auf dem Programm.

    Die Sympathie fiel auch auf die Rotweine aus Sasbach, direkt am Rhein.

    So stellten wir unsere Einkaufstour in diesem Örtchen ein.

    Die Probe war ein großes Vergnügen mit viel Spaß;

    es gab jedoch Rehrücken anstatt dem versprochenen Has’.

    Auch das konnten wir gut ertragen ohne zu rügen;

    alle Weine waren ein ganz besonderes Vergnügen.

    Wir lernten sehr schnell und ohne Probleme ganz seriös:

    Einen Teil des Ruhmes verdankt der Kaiserstühler Wein dem Löß.

    Wo Löß liegt, da fühlen sich auch die Rebstöcke am besten.

    Dies konnten wir sehr gut bei der reifen Jechtinger Auslese ertesten.

    Er ist ein sehr gelungener Sieger zum Ende des Jahres;

    und so hoffen wir, 2012 wird mit der Mosel auch wieder ein wunderbares.

     

  • Probe 03.11.2011:

    Der Kraichgau (Baden-Station VII)


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name  Riesling QbA
    Rebsorte  Riesling
    Jahrgang / Ausbau  2010 / trocken
    Lage / Region  Bruchsaler Klosterberg / Kraichgau / Baden / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter  Weingut Ulrich Klumpp, Bruchsal
    Vol% / RZ / RS  12,5%  / 9 RZ / 8,5 S
    Preis / Punktedurchschnitt  14,00 EUR / 15,26 Pkt.

    Der Kraichgau ist ein kleines dadisches Weinland,

    deshalb vielen Weinfreunden nicht so sehr gut bekannt.

    Das stattliche Kloster Maulbronn liegt mitten in der Region –

    als Weltkulturerbe eine ziemlich wichtige und spannende Attraktion.

    Die Weinberge ziehen sich bis Heilbronn und fast an den Rhein,

    nur ca. 1.200  ha, dafür aber sehr ausgewogen und fein.

    Der Auxerrois ist dort sehr wohl gepflegt,

    es sind etliche Weinberge mit dieser Rarität belegt.

     

    Ein Weißburgunder vom Marquis zu Hoensbroech startete die Runde,

    er erfreute alle Teilnehmer in ihrem Munde.

    Den Chardonnay vom gleichen Weinchâteau genossen die Zecher

    und wünschten sich davon mehr in den Verkostungsbecher.

    Das Wein- und Sektgut Hummel war sehr geschätzt,

    der Auxerrois des Hauses wirkte authentisch und echt.

    Ein kleiner Müller von dem riesigen Wieslocher Winzerkeller

    war korrekt und gut gemacht, jedoch kein wirklicher Knüller.

    Schon anders ging es Ulrich Klumpp’s Riesling,

    der war nun wirklich kein Fiesling.

    Schwerer hatte es dagegen ein Schwarzriesling vom GravinO,

    die Weinfreunde fanden kein wirkliches Bravo

    Fast ein Heimspiel hatte die Näkel’s Meike und Markus Klumpp,

    der Spätburgunder war perfekt und gar nicht plump.

    „Hand in Hand“ wurde zur Marke der Beiden,

    denn die heiraten demnächst, weil sie sich gut leiden.

    Doch ein anderes Weingut machte einen ebenso guten Pinot-Wein,

    das kann natürlich nur das Wein- und Sektgut Hummel sein.

    Die Geschichte vom Weingut Heitlinger wurde uns dann präsentiert,

    die neuen Herren haben mit Burg Ravensburg fusioniert.

    Erhard Heitlinger ist ganz aus dem Weingut verschwunden,

    den Verlust hat er nie wirklich verwunden.

    Auch der Wein war für uns keine echte Offenbarung

    Die Rotwein-Cuvée von GravinO war nicht jedermanns Sache,

    deshalb kam er nicht wirklich in die Punkte.

    Schloß Ravensburg’s Schwarzriesling wirkte grün und nicht so fein,

    drum konnte auch er nicht der Sieger sein.

    Das Staatsweingut aus Weinberg, der Heimat des Referenten,

    konnte dann die Ansprüche der Teilnehmer versöhnen.

     

    Zum Schluß gab es zum runden Geburtstag von Ulla einen Schampus –

    mit der Champagnerarie, gesungen von Heinz, ein Genuss.

    Wir danken Werner Nimietz aus Weinberg für die tolle Degustation,

    Sie war schon eine kleine Sensation.    HRS

     

  • Probe 06.10.2011:

    Weltkulturerbe Reichenau (Baden-Station VI)


    Wein des Monats: Link zum Probeergebnis
    Name  Muskateller QbA
    Rebsorte  Muskateller
    Jahrgang / Ausbau  2010 / feinherb (lieblich)
    Lage / Region  Reichenau / Baden / Deutschland
    Erzeuger / Anbieter  Winzerverein Insel Reichenau
    Vol% / RZ / RS  11,5%  / 20 RZ / 6,7 S
    Preis / Punktedurchschnitt  6,50 EUR / 14,82 Pkt.

    Verführerischer Wein von der Reichenau!

    Großart’ge Tropfen begeisterten bei uns Mann und Frau.

    Vielleicht war’s der Geist des Weltkulturerbe,

    vielleicht aber auch, weil es gab der Weine liebliche und herbe.

    Die Kollektion war umfassend und überzeugte sehr.

    Leider konnten uns die Genossen senden keine Weine mehr,

    die Keller sind ausgetrunken, verödet und völlig verweist.

    Doch die Winzer sind nun schon bei der neuen Lese.

    Die Weinfreunde der Genossenschaft hoffen auf eine gute Qualität –

    dank der guten Wetterlage mitten im See sicherlich keine Rarität.

    Um uns richtig einzustimmen und die Kehle zu ölen – das tut ja nicht weh –

    starteten wir mit einem Schampus Blanc de Blanc, eine tolle Cuvée!

    Der Gutedel zeigte sich von seiner besten Seite,

    also auch am Bodensee die richtige Sorte.

    Müller-Thurgau ist sehr typisch und klassisch hier,

    ist doch der Thurgau in der Schweiz ein gutes Weinrevier.

    Der Souvignier gris ist eine neue Rebsorte im alten Gemäuer,

    er schmeckt recht gut und ist auch nicht zu teuer.

    Ein Kerner war natürlich auch mit in der Degustation,

    stammt die Rebe doch auch aus Badens südlichster Region

    Ein Klasse-Muskateller schloss karätig die weiße Runde.

    Dann kamen die fünf Roten in schon vorgerückter Stunde.

    Der Spätburgunder ist die Edelrebe mitten im Schwabenmeer,

    von der Sonne verwöhnt und kräftig – was wollen wir mehr.

    Angeblich brachten Mönche den Pinot mit zur Reichenau,

    doch ob das Burgund wirklich lässt grüßen lässt weiß man nicht genau.

    Tatsache aber ist eine sehr lange Rotwein-Tradition –

    diese Erfahrung schmeckte man im Glase ohne Diskussion

    Die Benediktiner waren sehr stark engagiert auf diesem Sonnenplatz,

    deshalb waren unsere Weine ein ganz besonderer Schatz.

    Steckte man ihn dann noch in ein Barrique-Faß,

    macht das Trinken noch viel mehr Spaß.

    Der Alkohol war auch nicht zu fett und gut eingebunden,

    das haben auch die Punktrichter empfunden.

    Ein Cabernet Mitos, für viele eine Premiere,

    machte der Rebsorte noch keine ganz ordentliche Ehre.

    Wir wissen nun, dass seit 818 auf der Insel gemacht wird ein toller Wein

    und dürfen deshalb den Benediktinern sehr dankbar sein.

    Ein Erlebnis besonderer Art als Probe, toll vorgetragen von Heinz-Theo,

    der ernste Wandrer über die Insel stellte uns vor ein tolles Szenario.

    Wir danken Dir und appellieren an Dich: Nur weiter so!!!    HRS