• Probe am 11.12.2014

    Das Weingut Krebs und das Pfälzer Barriqueforum

    Zu unserer letzten Probe im Jahr 2014 konnten wir den Winzer Jürgen Krebs aus Freinsheim begrüßen. Jürgen Krebs hat während seiner Ausbildung in einigen nahmehaften Betrieben in der Pfalz und in der wachau das Handwerk des winzers von der Pieke auf gelernt und er hat schon früh sein besonders Talent bewiesen. Bereits 2010 gewann er mit einem Spätburgunder den er kreierte den deutschen Spätburgunderpreis und den deutschen Rotweinpreis. So war es nicht verwunderlich, dass alle Weine aus dem Hause Krebs sehr gefallen haben. Schon der Gutswein konnte punkten und fast alle Weine wurde als überdurchschnittlich bewertet. Besonders herausragend war aber der Spätburgunder Musikantenbuckel, der auch Wein des Monats wurde. Aber auch die anderen Rotweine, die Jürgen Krebs aus dem Pfälzer Barriqueforum mitgebracht hat erfreuten die Teilnehmer unserer Jahresabschlussveranstaltung und es zeigte sich wieder einmal, dass der deutsche Rotwein auch im internationalen Maßstab wirklich mithalten kann.

    Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei Jürgen Krebs für diesen wunderbaren Abend bedanken.

    Weingut_Krebs_Darstellung

    Expertisen zu den Weinen vom Barriqueforum

    WG Juelg 2012 Schweigen Sonnenberg SB

    WG Krebs 2012 Freinsheim Musikantenbuckel SB

    WG Wageeck Pfaffmann 2012 Cuvee Wilhelm

    WGHanewald Schwerdt 2012 Duerkheim Nonnengarten CSuMerlot

    WGRings 2012 Kallstadt Steinacketr SB


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Musikantenbuckel
    Rebsorte Spätburgunder
    Jahrgang / Ausbau 2012/ Trocken
    Lage / Region Pfalz
    Erzeuger / Anbieter Weingut Krebs
    Preis / Punktedurchschnitt 38€€/15,81 Punkte
  • Probe am 6.11.2014

    Italien 2:

    Piemont

    Geradezu legendär ist der Ruf, der dem Barolo vorauseilt. Entsprechend sind dann auch die Preise, die man dafür zu zahlen hat, wenn man nicht gerade mal
    einen Barolo für unter 10€ bei einem der großen Discounter bekommt. In unserer Probe hatten wir zwei Barolos zu halbwegs erträglichen Preisen, wobei der günstigere sogar zum Wein des Monats gekürt wurde.

    Der Referent, Dr. Hartmut Kühn hatte eine Probe zusammengestellt, in der repräsentativ fast alle DOCG Gebiete vertreten waren. So starteten wir mit 2 Arneis aus Roero, welche ganz nett aber doch eher etwas belanglos daher kammen. Die weiße Riege wirde von einem Gavi Oro komplettiert, welcher zwar die unverwechselbaren Cortesearomen bot, jedoch etwas stark in der Säure war und vor allem auch deshalb nicht wirklich überzeugen konnte. In der Riege der Roten waren zwei sehr nette Dolcettos dabei. Auch die barolos konnten gefallten. Ganz aus der Reihe tanzte aber ein Barbera del Monferato, der so gar nicht gefallen mochte. Wir haben zuerst die zweite Flasche geöffnet, um nach einem Fehler zu suchen und mussten dann aber feststellen, dass er offenbar für unsere Gaumen nicht geschaffen war.

    Auch die beiden Süßen konnten nicht jeden überzeugen. Dennoch war der Überblick umfassend und interressant und die region Piemont wurde den Teilnehmern wirklich näher gebracht.

     


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Barolo
    Rebsorte Nebbiolo
    Jahrgang / Ausbau 2009/ Trocken
    Lage / Region Piemont, Italien
    Erzeuger / Anbieter Terre da Vino
    Preis / Punktedurchschnitt 17,5,-€€/15,65 Punkte

  • Probe am 9.10.2014

    Die  Weingüter Ökonomierat Kleinmann und Anselmann

    Zwei Weingüter, wie sie unterschiedlicher nicht sein können….

    Am 9. Oktober haben wir Weine von zwei bekannten Weingütern verkostet. Obwohl die Familie Anselmann ihre ersten Weinbauaktivitäten auf das Jahr 1126 datieren kann, wurde das heute etwa 130 Hektar große Weingut erst 1959 durch Werner Anselmann gegründet. Wir haben Weine aus der Classic Serie und schwere im Barrique ausgebaute Weine probiert. Den weißen Classic-Weinen kann man ein sehr ordentliches Preis-Leistungsverhältnis bescheinigen. Alles Weine sind technisch solide gemacht und treffen sicherlich den Geschmack sehr vieler Weinfreunde. Uns hat allerdings die letzte Finesse gefehlt. Die roten Barrique-Weine waren noch etwas jung. Jedoch stach der Edesheimer Rosengarten, ein im Fass ausgebauter Dornfelder deutlich positiv heraus. So überraschte es nicht, dass dieser wein auch “Wein des Monats wurde.
    Den Weinen von Mathias Kleinmann, der in vierter Generation nach Ökonomierat Johannes Kleinmann den Betrieb leitet, merkt man sofort an, dass er eine andere Philosophie verfolgt als Anselmann. Gut gefallen hat der Riesling Purist. Richtige Freude machte einigen Teilnehmern auch die Scheurebe, die in der Literflasche verkauft wird und ein rechter Sommerbegleiter zu einem wirklich unschlagbar günstigen Preis ist.


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Edesheimer Rosengarten
    Rebsorte Dornfelder
    Jahrgang / Ausbau 2013/ Trocken
    Lage / Region Pfalz, Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Weingut Anselmann
    Preis / Punktedurchschnitt 11,50,-€€/15,28 Punkte

     

  • Probe am 4. September

    Das VDP Weingut Müller Catoir

    Ein Ruf wie Donnerhall….

    eilte dem Weingut Müller Catoir voraus.  Platz 1 für „2012 Mandelgarten Riesling Spätlese“ von Weingut Müller-Catoir (Kategorie „fruchtig & süß“, Rieslinge mit Restzuckergehalt bis 80 g/Liter). Riesling Erzeugerpreis 2013:
    Top 10-Platzierung für „2012 Herrenletten Riesling“ von Müller-Catoir vom Förderverein ProRiesling e.V., 2012 Haardt Riesling ist 2014 „Offizieller Berlinale Wein“. Preis-Leistungs-Sieger Deutschland
    „2012 Haardt Riesling“ bei „wein-pur Riesling Trophy“. Diese und andere Meldungen machten uns wirklich neugierig und hatten die Erwartungen entsprechend hoch gesteckt. Entsprechend gut war diese Veranstaltung dann auch besucht. Konnten unsere Erwartungen nun erfüllt werden? Diese Frage haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wirklich sehr unterschiedlich beantwortet. Bereits an den relativ hohen Säurewerten schieden sich die Geister. Diese sind jedoch meines Erachtens auch typisch für den Jahrgang 2013. Lebhaft war dann auch die Diskussion darüber, ob die Säure mit den Jahres etwas milder wird oder sich gar abbaut. Aber Anderen gefiel genau dieses Säurespiel sehr und so fiel auch die Benotung sehr unterschiedlich aus. Die Resonanz lag dann auch zwischen Enttäuschung und begeisterung. Fazit: Ein großer Name allein ist noch kein Garant, dass einem ein Wein schmeckt. Gelohnt hat sie die Probe vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis auf jeden Fall. Unsere Konventskanzlerin Ulla Hartlapp-Lindemeyer garnierte die Probe mit einer sehr gelungenen Präsentation über das Weingut.


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Herzog Auslese
    Rebsorte Rieslaner
    Jahrgang / Ausbau 2013/ Edelsüß
    Lage / Region Pfalz, Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Müller-Catoir
    Preis / Punktedurchschnitt 19,-€€/16,17 Punkte

  • Probe am 7.August 2014

    Die Glorreichen 12

    Junge Talente zeigen ihr Können

    Mit großem Genuß und noch mehr positiver Überraschung konnten wir uns vom Können 12 wirklich talentierter Nachwuchswinzer überzeugen. Alle Weine konnten wirklich überzeigen. Sie waren ausgewogen und vor allen typische Vertreter für das Weinanbaugebiet Pfalz auf hohem Niveau. Vor allem aber haben uns die beisen Sauvignon Blanc überzeugt. Beide erreichten eine durchschnittliche Note von über 15 Punkte. Wein des Monats wurde mit einem Hauch Vorsprung aber der Sauvignon Blanc von Heinrich Spintler. der Wein ist sehr komplex und hatte alle schönen Noten, die für diese Rebsorte typisch sind. Er macht Lust auf mehr. Ein Sauvignon Blanc, der wirlich auch im internationalen Vergleich bestehen kann.


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Sauvignon Blanc
    Rebsorte Sauvignon Blanc
    Jahrgang / Ausbau 2013/ trocken
    Lage / Region Pfalz, Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Heinrich Spindler
    Preis / Punktedurchschnitt 8,80€/15,28Punkte

  • 3. Juli 2014

    Die Weingüter Acham-Magin und Siben Erben

    Gleich dreimal Große Gewächse

    Die beiden Betriebe, die wir als Repräsentanten für diese Teilregion ausgewählt haben sind beides VDP Weingüter mit großer Tradition. Acham-Magin aus Forst an der Weinstraße und Siben-Erben betreiben Weinbau seit Generationen. Beide Betriebe betreiben auch ökologischen Weinbau.

    Da die Stärke dieser beiden Weingüter eindeutig beim Riesling liegt, haben wir eine reine Rieslingprobe ausgewählt. Und das hat sich wirklich gelohnt auf allen Ebenen konnen die weine dieser beiden Weingüter überzeugen. Doch ganz besonders herausragend waren die drei großen Gewächse (VDP Große Lagen) und die Auslese von Acham-Magin, die auch Wein des Monats wurde.


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Forster Ungeheuer
    Rebsorte Riesling
    Jahrgang / Ausbau 2010/lieblich
    Lage / Region Pfalz, Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Acham-Magin, Forst
    Preis / Punktedurchschnitt 22 EUR (0,5l) / 16,05 Pkt.

  • Probe am 5.6.2014

    Südtirol, Station Nr. 1 unserer Italien”Reise”

    Unsere kulinarische Reise durch Italien begann im Juni 2014 im Weinbaugebiet Südtirol. Südtirol ist das nörlichste Weinanbaugebiet Italiens. Auf etwa 5.300 Hektar sind etwa 20 Weinsorten zum Anbau zugelassen. Aufgrund seiner Lage zwischen alpinem und mediteranem Klima und Höhenlagen zwischen 200 und 1.000 Metern ist der Anbau sehr unterschiedlicher Weine möglich. 67% der angebauten Weine sind Weißweine, wobei je nach Gebiet die Burgundersorten dominieren. Im Roten Bereich sind vor allem Vernatsch und Lagrein vertreten. So war auch unsere Probe deutlich vom Weißwein dominiert. Im Bereich der Burgunder konnten wir außergewöhnlich gute Qualitäten verkosten. Weniger überzeugend war der Riesling. Auch die roten Weine waren nicht durchgehend überzeugend. Einen Marstein setzte der Rosenmuskateller, der zum Abschluß gereicht wurde und es mit 15,40 Punkten auf das Treppchen schaffte und zum “Wein des Monats” gekürt wurde.


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Rosenkönig Classic
    Rebsorte Rosenmuskateller
    Jahrgang / Ausbau 2013/süß
    Lage / Region Südtirol, Italien
    Erzeuger / Anbieter Weingut Tiefenbrunner
    Preis / Punktedurchschnitt 15,40 EUR / 15,34 Pkt.

  • Probe am 8.5.2014

    Weingut Weingut Heinrich Vollmer, Ellerstadt


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Spätburgunder Altum Spätlese
    Rebsorte Spätburgunder
    Jahrgang / Ausbau 2010/trocken
    Lage / Region Pfalz/Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Weingut Heinrich Vollmer
    Preis / Punktedurchschnitt 12,90 EUR / 14,80 Pkt.

    Das Weingut Heinrich Vollmer wurde erst 1972 in Ellerstadt gegründet. Heinrich Vollmer stammt aus einer Weindynastie aus der Ortenau und hat sich nach seiner Lehrzeit, die ihn unter anderem nach Beaune im Burgund führte in Ellerstadt niedergelassen. Heute hat das weingut mit 104 Hektar eine stattliche Größe. Wir wueden auf das weingut auch aufgrund des besonders spannenden Lebenslaufes von Heinrich Vollmer aufmerksam.

    Heinrich Vollmer war der erste, der in Deutschland vor nunmehr 27 Jahren Cabernet Sauvignon, eine damals noch verbotene Traube anbaute. damals wurden die reben noch nach einem gemeimen Plan zwischen den anderen Reben versteckt. Leider wurde er veraten und musste dann die Reben wieder heraus reißen. Erst später bekam er die genehmigung versuchsweise Cabernet sauvignon anzubauen. Mit seiner Aktion ist er aber ein Pionier und kann mit recht behaupten seinen teil zur Liberalisierung des Weinrechts beigetragen zu haben. Heute wird in Deutschland Cabernet Sauvignon an vielen stellen erfolgreich angebaut und auch andere Reben fanden ihren Weg auf die deutschen Weinlagen.

    Die Weine, die wir probieren durften, waren allesamt sehr sauber ausgebaut und waren sehr angenehm zu trinken. Bei den weißen stachen ein Auxerrois von 2013 aber auch eine Riesling Spätlese besonders hervor.

    Wein des Monats wurde aber ein Rotwein: Die Altum Spätlese. Insgesamt waren wir von dem doch sehr guten Preis- Leistungsverzeichnis sehr angetan.

     Hierzu auf FAZ vom 8.5.2012

  • Probe am 10. April 2014

    Weingut Koehler Ruprecht in Kallstadt


    Wein des Monats: Probenergebnis
    Name Chardonnay Philippi Tafelwein
    Rebsorte Chardonnay
    Jahrgang / Ausbau 2005/trocken
    Lage / Region Pfalz/Deutschland
    Erzeuger / Anbieter Weingut Koehler Ruprecht
    Preis / Punktedurchschnitt 15 EUR / 15,55 Pkt.

    Heinz Theo Honnef entführte uns zum Weingut Koehler Ruprecht in Kallstadt. Jahrzehntelang wurden die weine dort von Bernd Philippi gemacht, einem Winzer, der mit seiner Art Weine zu machen Maßstäbe setzte. Obwohl das weingut VDP Mitlied ist, verzichtet man bewußt auf die eingeführten Bezeichnen von ersten und großen Gewächsen. “Philippi Tafelwein”. Diese Bezeichnung verheißt Wonne und besonderen Genuss. 1986 begann Bernd Philippi seine Weine im großen Holzfass auszubauen. Bis heute verzichtet man auf Stahltanks und läßt den Wein im Holz reifen.

    Bernd Philippi hat sich zum Teil von der aktiven Leitung des Weinguts zurück gezogen, nachdem er einem Investor einen großen Anteil des Weinguts verkauft hat. Die nachfolgenden Berichte über die weine des Jahrgangs 2011 waren sehr ambivalent. Umso gespannter waren wir, wie nun der Jahrgang 2012 im Verhältnis zu den “alten” Philippiweinen steht. Sehr erfreut konnten wir feststellen, dass auch die jungen Weine zum Teil ein sehr gutes Potential haben. Schauen wir mal, wei es mit dem weingut Koehler Ruprecht weiter geht.