Abruzzen und Molise – Mai 2017

Italien

Abbruzen und Molise

Im Mai haben wir unsere Reise durch Italien mit gleich zwei Regionen fortgesetzt. Molise liegt in Mittel- und Süditalien und dehnt sich über den Apennin bis zum Adriatischen Meer aus. Die Schätze der für die meisten Deutschen noch wenig bekannten Region sind Natur, Geschichte und Kunst, alte Traditionen und natürlich die Gastronomie. Molise ist eine eher kleine italienische Region. Sie hat eine Fläche von nur 4438 km² und lediglich 312.027 Einwohner. Molise ist erst seit 1963 eine eigenständige Region. Davor gehörte sie zu den Abruzzen und bildete gemeinsam mit diesen eine Verwaltungseinheit. Der Name Molise soll auf eine adelige Familie im Mittelalter zurückgehen. In den Hügeln des Sannio-Gebirges wird in bis zu 600 Meter Seehöhe Weinbau betrieben. Die großteils kleinen Rebflächen sind stark zersplittert, rund 90% haben weniger als einen halben Hektar. Die Weinberge umfassen knapp 6.000 Hektar Rebfläche. Die Produktion wird zum überwiegenden Teil von Winzergenossenschaften bestritten. Bekannte Produzenten sind Cipressi und Di Majo Norante. Es gibt zwei IGT-Bereiche (bzw. IGP – Landwein), das sind Osco oder Terre degli Osci und Rota. Die vier DOC-Bereiche sind: Biferno, Del Molise, Pentro di Isernia, Tintilia del Molise. Auch die Weinregion Abruzzen zählt, obwohl der bekannte und beliebte Rotwein Montepulciano d’Abruzzo dort produziert wird, eher zu den unbekannteren Weinbauregionen Italiens. In den Abruzzen sind fast 33.000 Hektar mit Reben bestockt, wobei einige davon in einer Höhe von bis zu 500 Meter liegen. In diesen Hügellagen, wie auch in den Adria-Lagen, herrscht trotz der südlichen Lage sehr ausgeglichenes, beinahe mildes Klima.

Bei den weißen fand der Talamonti Pecorino „Trabocchetto“ IGT sehr hohen Anklang. Er zeigte sich klar mit gelbgrün funkelnden Glanzlichtern im Glas. Aromen grüner Gräser, Limetten, Orangenzesten und frisch gemähtes Gras bestimmen die Nase. Am Gaumen schmecken beim Talamonti Pecorino „Trabocchetto“ grüne Früchte vor. Im Nachgeschmack kommen Limettenaromen zum Vorschein.

Wein des Monats wurde jedoch ein Roter. Der Farnese Edizione Cinque Autoctoni.  Er besteht, wie der italienische Name schon erahnen lässt, aus fünf autochthonen Rebsorten Süditaliens. Montepulciano, Primitivo, Sangiovese, Negroamaro und Malvasia Nera.  er Farnese Edizione Cinque Autoctoni reifte zudem für 13 Monate in Barriques erste Belegung aus französischer und amerikanischer Eiche.

Wein des Monats: Probenergebnis
Name:
Farnese Edizione Cinque Autoctoni
Rebsorten: Montepulciano, Primitivo, Sangiovese, Negroamaro und Malvasia Nera
Jahrgang / Ausbau trocken
Lage / Region Abruzzen
Erzeuger
Bezug über Bevini


Preis / Punktedurchschnitt 17,95 € / 16,2 Punkte
Dieser Beitrag wurde unter Rückschau 2017 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.